Die KI-Mail verspricht eine Lieferung am Freitag. In der Quelle steht nur, dass Freitag vielleicht möglich ist.
Legt jemandem nach einer KI-Schulung beide Texte vor. Erkennt die Person den Unterschied, korrigiert sie die Zusage und weiß sie, was noch gefragt werden muss? Das kleine Beispiel zeigt mehr über den Nutzen der Schulung als die Zahl der Programme auf den Folien.
Beginnt die Auswahl einer KI-Schulung in Sachsen mit einer Aufgabe, die am nächsten Tag besser gelingen soll. Hier ist es die Kundenantwort, die richtig klingt und trotzdem zu viel verspricht.
Verschiedene Rollen brauchen verschiedene Übungen
Eine Person im Vertrieb muss erkennen, ob ein Entwurf die Anfrage richtig wiedergibt und keine unbelegte Zusage ergänzt. Wer einen Agenten einrichtet, braucht zusätzlich Wissen über Zugänge, Anweisungen und Tests. Eine Führungskraft muss beurteilen können, welcher Einsatz sinnvoll ist und wer dafür Verantwortung trägt.
Ein gemeinsamer Einstieg kann Begriffe klären. Danach lohnt sich die Aufteilung nach tatsächlicher Arbeit. Sonst erklärt ein Kurs einem Teil der Gruppe Dinge, die er nicht braucht, während die entscheidenden Fragen anderer Teilnehmender offen bleiben.
Lasst einen Anbieter deshalb beschreiben, was die Menschen am Ende konkret tun können sollen. „KI verstehen“ ist als Ziel zu breit. „Einen Entwurf anhand seiner Quellen prüfen und eine fehlende Angabe erkennen“ lässt sich dagegen üben.
Der Fehler ist das nützlichere Unterrichtsmaterial
Eine perfekte Vorführung zeigt die Bedienung. Ein absichtlich unvollständiger Fall zeigt, ob jemand das Ergebnis beurteilen kann.
Für die Kundennachricht vom Anfang braucht ihr den Ausgangstext und einen Entwurf mit einer unbelegten Zusage. Die teilnehmende Person erklärt, welcher Satz problematisch ist, korrigiert ihn und entscheidet, ob eine Rückfrage nötig ist. Das ist eine Übungsidee, kein Bericht über eine durchgeführte Schulung.
Anschließend verändert ihr den Fall. Vielleicht widersprechen sich zwei Quellen. Vielleicht ist die wichtigste Information gar nicht vorhanden. So wird sichtbar, ob die Person die Prüfung verstanden hat oder nur eine vorgeführte Lösung wiederholt.
Grundlagenkurs und Projektbegleitung erfüllen andere Aufgaben
In Sachsen ist der KI-Hub Sachsen-Thüringen eine Anlaufstelle für Wissen und erste Praxisprojekte. Das Zukunftszentrum Sachsen ist ein weiterer Ausgangspunkt für die Suche nach passenden Angeboten. Schaut auf Inhalte, Zielgruppe und aktuelle Formate.
Ein Grundlagenkurs kann sinnvoll sein, wenn ihr euch zunächst orientiert. Sobald ein konkreter Ablauf eingeführt wird, braucht das Team zusätzlich Übung mit seinen eigenen Regeln und Ausnahmefällen. Das kann intern organisiert oder durch eine passende Begleitung unterstützt werden.
Ein Unternehmen sollte die Grundlagen lernen können, ohne dafür ein Umsetzungsprojekt beauftragen zu müssen.
Der rechtliche Anlass ist kein fertiger Lehrplan
Die Europäische Kommission erläutert zu Artikel 4 des AI Act, dass Maßnahmen zur KI-Kompetenz die Erfahrung und den Einsatzkontext berücksichtigen sollen. Ein bestimmter Standardkurs oder ein universelles Zertifikat wird dadurch nicht zur passenden Antwort für jede Organisation.
Haltet fest, wer mit welchen Systemen arbeitet, welche Risiken verstanden werden müssen und welche Maßnahmen ihr dafür durchführt. Die praktische Prüfung einer Fähigkeit und die rechtliche Bewertung des konkreten Einsatzes bleiben unterschiedliche Aufgaben. Ein Kursabschluss allein erledigt nicht jede Anforderung.
Der eigenständige EU-AI-Act-Check bleibt dafür als Orientierung auf unserer Website verfügbar. Er ersetzt keine fachliche Bewertung eures Falls.
Die nächste Arbeitsaufgabe ist der eigentliche Prüfpunkt
Plant nach der Schulung eine kurze gemeinsame Nachbesprechung realer Fragen. Wo fehlte eine Quelle? Welche Anweisung war unklar? Was konnte jemand selbst korrigieren, und wann brauchte er Unterstützung?
Daraus folgt, was ihr weiter üben müsst. Vielleicht benötigt eine Person mehr Sicherheit beim Prüfen. Vielleicht braucht der Prozess selbst bessere Unterlagen. Nicht jede Unsicherheit ist ein Wissensproblem der Mitarbeitenden.
Die Prüfung in Pharen Hub üben
In Pharen Hub arbeiten Agents mit festgelegter Aufgabe, zulässigen Quellen und Grenzen. Workflows kann vor der nächsten Aktion eine menschliche Prüfung vorsehen. Daran lässt sich in einer Schulung üben, den Liefertermin im Entwurf mit der Quelle zu vergleichen und vor der Freigabe zu korrigieren. Gelernt werden soll die Beurteilung, nicht nur der Klick auf einen Knopf.
Bringt einen typischen Entwurf samt Quellen ins Schulungsgespräch mit.
